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Runder Tisch- Flüchtlingshilfe Albersdorf


Fest
Fest der Begegnung am Samstag, 6. Juni 2015 (jpe)
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Lesen Sie hierzu auch den Artikel von J.P. Ehlers auf Facebook - hier klicken ! -

„Der Runde Tisch“ in Albersdorf

Zur Zeit kann man kaum eine Zeitung aufschlagen oder eine Nachrichtensendung sehen oder hören, ohne dass von Flüchtlingen die Rede ist. Aber die Bilder und Zahlen, die heute aktuell sind, können schon morgen völlig überholt sein. Diesen Artikel schreibe ich Mitte Oktober. Wie weit und ob überhaupt noch etwas davon stimmt, wenn dieser Gemeindebrief Ende November erscheint, wird sich zeigen.
Seit am 8. August im Dithmarsen-Park ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge eingerichtet wurde, ist Albersdorf hautnah be-troffen. Von überall her bekommen die dort Verantwortlichen und Helfenden Lob, Anerkennung und Dank für ihr Engage-ment.
Aber bereits lange vorher kümmerte sich der „Runde Tisch“, ursprünglich eine Initiative von den 3 Kirchenvorsteherinnen Branka Trube, Stefanie Lohnert und Martina Abend, um die schon damals in Albersdorf untergebrachten etwa 35 Asylbewerber; heute sind es mehr als 60 Personen. Unter dem Dach der Kirche hat sich der „Runde Tisch“ zu einer festen und sehr notwendigen Einrichtung entwickelt: mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichsten Alters und egal welcher Weltanschauung aus Albersdorf und den umliegenden Dörfern engagieren sich mit einem gemeinsamen Ziel: sie wollen ihren Beitrag leisten, dass aus Flüchtlingen Mitbürger werden. Für alle Beteiligten bekommt das Problem so ein Gesicht, einen Namen, eine Stimme. Schon ein „Hallo“, „Tschüss“ oder auch nur ein Lächeln können Verbindung schaffen, das Wichtigste jedoch ist Kommunikation durch Sprache.
Deshalb gibt es seit kurzem zweimal in der Woche einen Sprachanfängerkurs im Gemeindehaus. Für die Menschen, meist Familien, die schon seit Monaten oder sogar Jahren als Asylbewerber in der Gemeinde leben, hat der „Runde Tisch“ schon vor einiger Zeit einen Sprachkurs ins Leben gerufen. Zur Zeit werden bis zu 12 Erwachsene aus 6 verschiedenen Ländern montags und donnerstags von Edeltraud Jens, Uta Focken, Karen Rathjens, Gunhild Maume und Altbürgermeister Manfred Trube unterrichtet. Die Kinder sind dann in der Kita oder in der Schule, die ganz kleinen werden mitgebracht und von Irmgard Jochims betreut. In den Ferien kommen gerne 3 Schulkinder mit, werden in den Unterricht mit einbezogen und sind stolz, ihren Eltern zeigen zu können, dass sie viel besser Deutsch können als die Großen.
Ihnen fällt es viel leichter die fremde Sprache zu sprechen und zu schreiben als den Erwachsenen, die nicht nur die gesprochene Sprache, sondern auch die ihnen meist völlig unbekannten Schriftzeichen lernen müssen.
Außerdem ist ihre schulische Vorbildung sehr unterschiedlich, was die Unterrichtenden oft vor Probleme stellt, zumal es keine Verständigungsmöglichkeiten durch eine gemeinsame Sprache gibt. Es liegt auf der Hand, dass Menschen ohne z.B. Englischkenntnisse, deren Muttersprache arabisch, türkisch, armenisch, kurdisch, serbisch oder französisch ist, große Probleme haben, gemeinsam deutsch zu lernen.
Die Schulkinder helfen durchaus und bereichern den Unterricht einerseits durch Kenntnisse und Dolmetscherdienste, andererseits auch durch Spontanietät und Begeisterung.
Inzwischen herrscht zwischen den Schülern und den Lehrern ein freundschaftliches Verhältnis, das beide Seiten erfreut und bereichert. Wenn diese Bemühungen der Lehrer, in den Sprachkursen, unseren in Albersdorf lebenden Mitbürgern den Umgang mit der deutschen Sprache zu erleichtern, weiter Erfolg haben, dann haben wir einen großen Schritt in Richtung zu einer Normalisierung ihres Lebens bei uns geschafft.
Der „Runde Tisch“ mit all seinen Angeboten wie Unterstützung bei Ämtern, Hilfe bei Integration in Vereine und Kirche, Freizeitangebote und Patenschaften und Übernahme der Kleiderkammer im Dithmarsenpark findet überall große Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Mitte November werden Innenminister Studt, Landrat Dr. Klimant und Albersdorfs Bürgermeister Heinicke im Rahmen einer Kirchenkreissynode in Meldorf zum Thema Flüchtlingsintegration Rede und Antwort stehen. Ich bin sicher, dass die Verdienste der vielen Ehrenamtlichen nicht nur bei uns in Dithmarschen bei dieser Gelegenheit ihrer Bedeutung entsprechend thematisiert werden.
An dieser Stelle ein Dank auch an Pastor Behrens für seine Unterstützung und an alle, die sich im Rahmen des „Runden Tisches“ jetzt und auch in Zukunft einbringen werden.
 (g.m. aus dem Gemeindebrief)



Wie können Sie helfen?

Wir benötigen laufend Dinge für die Albersdorfer Flüchtlinge und deren Familien.
Neben Sachspenden können wir auch Geldspenden gut gebrauchen.

Wenn Sie etwas Spenden möchten, wenden Sie sich an die e-Mail Adresse:
runder-tisch-albersdorf@gmx.de

Vielen Dank !




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